„Der Wald steht in Flammen"
Von Peter von Neubeck
„Wasser marsch!": Schnell ging es ans Löschen.
Wittislingen „Der Wald auf dem Wittislinger Grünberg beim Trimm-dich-Pfad steht in Flammen". Das war das angenommene Übungsszenario am vergangenen Samstagnachmittag. Die Wittislinger Feuerwehr und Kreisbrandmeister Jürgen Schön wollten dabei die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehren der Region bei einem derartigen Großschadensereignis testen mit der besonderen Schwierigkeit der Wasserzuführung.
Im Wald stand nämlich keine Wasserquelle zur Verfügung. Auch Wittislingens Bürgermeister Roland Hörl, der die Problematik kennt, machte sich so seine Gedanken, als er vor Ort die Übung verfolgte. Er sprach von Überlegungen, gemeinsam mit der Landeswasserversorgung, die in diesem Bereich Leitungen hat, Unterflurhydranten beim Trimm-Pfad-Parkplatz und beim Beutenstetterhof zu schaffen, um die Wasserversorgung im Ernstfall zu gewährleisten.
Bei der Übung allerdings musste das Wasser zuerst einmal in den Wald geschafft werden. Dazu waren insgesamt rund 120 Mann der Wehren aus Wittislingen, Schabringen, Frauenriedhausen, Oberbechingen, Bachhagel, Lauingen, Bergheim, Mödingen, Ziertheim, Dattenhausen, Gundelfingen, die Gruppe der örtlichen Einsatzleitung und Vertreter der Kreisbrandinspektion eingesetzt. Im Wald wurde eine natürliche Wanne mit Plastikplane gebildet, in die das von Traktoren in großen 16 000-Liter-Güllefässern angelieferte Wasser aus der Egau zwischengelagert wurde. Zum selben Zweck wurden 3000-Liter-Faltbehälter aufgebaut. Vom Löschteich am Beutenstetterhof aus wurde eine rund 1200 Meter lange Schlauchleitung gelegt. So konnte der Brand von drei Seiten aus effektiv bekämpft werden.
Das Zusammenspiel der Wehren klappte perfekt, und nach erfolgreicher Löschaktion hieß es schließlich „Wasser halt!"
28.06.2010 05:19 Uhr
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